Schulbauten, -reparaturen und -erweiterungen

Von Beginn an waren Maßnahmen im Bildungssektor ein Projektschwerpunkt des Städtepartnerschaftsvereins. Erste Schulmaterialien wurden schon 1986 übergeben.

Dacharbeiten am Schulneubau in La GallinaSeitdem finanzierte der Verein nahezu jedes Jahr einen Neubau sowie die Instandsetzung oder die Erweiterung mehrerer Grundschulen. Auch die drei "Secundarias" (weiterführende Schulen ab Klasse 7) in den größeren Orten der Region wurden bei Bedarf erweitert, damit diese eine größere Anzahl von Schüler_innen der ländlichen Gebiete aufnehmen können.

Innenausbau der Schule in La Gallina1995 wurde von einem Vereinsmitglied eine umfassende Bestandsaufnahme der schulischen Situation in der Region San Rafael del Sur durchgeführt. Die erhobenen Daten mündeten in eine Prioritätenliste erforderlicher Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Bildungssituation. In mehr als 30 Gemeinden entstanden daraufhin Schulneubauten, an unzähligen Schulen wurden Reparaturarbeiten durchgeführt. Diese mehrfach wiederholten, eigenen Studien werden mit Datenmaterial des Bildungsministeriums abgeglichen.

Durch die tatkräftige Mithilfe der betroffenen Eltern und Lehrer_innen sowie durch den Einsatz von Brigaden freiwilliger deutscher HelferInnen konnten die Kosten bei den Baumaßnahmen oft erheblich reduziert werden. Durch die Beteiligung der Eltern, insbesondere aber der Mütter, kam auch deren starkes Interesse zum Ausdruck, ihren Kindern bessere Bedingungen zu schaffen. Gleichzeitig stärkte das gemeinsam durchgeführte Projekt die Selbsthilfebemühungen der Betroffenen, was sich oft in der Beteiligung an weiteren Projekten in anderen Sektoren niederschlägt.

Da das nicaraguanische Bildungsministerium nicht immer über die notwendigen Mittel verfügt, werden durch Vereinsprojekte immer wieder Schulen gebaut, erweitert oder repariert. Alle Schulen wurden durch den Verein mit Schulgärten ausgestattet, deren vielfältige Produkte die Schulspeisung bereichern. Alle Neubauten, aber auch andere Schulen des Projektgebietes, werden mit neuem Mobiliar, didaktischem Material und Handbibliotheken für die Lehrer_innen ausgestattet.

Bevor Neu- oder Erweiterungsbauten beginnen, wird mit dem Bildungsministerium eine rechtlich bindende Vereinbarung geschlossen, die beinhaltet, dass das Ministerium nach Fertigstellung den Betrieb der Schule bzw. der Erweiterung sicherstellt, indem beispielsweise entsprechendes Personal eingestellt wird.