zurückSchulen in San Rafael de Sur

Viele der in der Region bestehenden Schulen sind überfüllt oder in Gebäuden untergebracht, die den Namen Schule kaum verdienen. In etlichen Dörfern fehlen Schulen ganz oder sind wegen Baufälligkeit geschlossen, so dass Kinder und LehrerInnen sehr weite Wege zum Unterricht zurückzulegen haben.

Die hygienischen Bedingungen sind vielfach miserabel. Oft fehlt ein Wasseranschluss, so dass Händewaschen oder Trinken für Kinder und LehrerInnen den ganzen Tag über unmöglich sind. An den Plumpsklos gibt es häufig keine Türen mehr. Die Dächer sind kaputt, so dass es hereinregnet. Durch schadhafte Bausubstanz besteht an vielen Schulen eine hohe Unfallgefahr. Die Ausstattung mit Mobiliar ist häufig mangelhaft, so dass Kinder auf dem Boden sitzen oder eigene Stühle mitbringen müssen.

Sportplätze und Sportgeräte sind sehr selten. Auch Schulgärten, vor allem im ländlichen Bereich ein wichtiger Bildungsfaktor, gibt es nicht in ausreichender Anzahl.

Die Ausstattung mit Lehrmaterialien ist sehr mangelhaft. Viele Kinder können sich nicht vorstellen, dass die Erde eine Kugel ist, weil es in ihrer Schule keine Globen gibt. Es fehlt aber auch an Papier, Heften, Stiften, Tafelkreide und vielen einfachsten Hilfsmitteln für den Unterricht.

In vielen Schulen werden mehrere Jahrgänge gleichzeitig in einem Raum unterrichtet. Oft muss wegen der Überfüllung Schichtunterricht erteilt werden. Für viele LehrerInnen bedeutet das, vom frühen Morgen bis späten Nachmittag oder in den Abend hinein unterrichten zu müssen.

Es gibt nur drei über die „Primaria“ (Grundschule) hinaus führende Schulen: in San Rafael del Sur, Masachapa und in San Cayetano. Allerdings kann nur in San Rafael del Sur der für den Universitätsbesuch notwendige Abschluss gemacht werden.