Gesundheitsversorgung in San Rafael del Sur

Die Gesundheitsversorgung in unserer Partnergemeinde ist grundsätzlich als gut zu bewerten. Dies ist nicht zuletzt der intensiven Unterstützung des Gesundheitssektors durch den Städtepartnerschaftsverein zu verdanken.

 Eine Delegation aus Berlin 2008 im GZ Masachapa

In der Region San Rafael del Sur existieren zwei Gesundheitszentren, eines etwas außerhalb von San Rafael del Sur (Stadt) und ein weiteres, vom Verein errichtetes in Masachapa. Hier erhalten die Patient_innen eine ambulante Erstversorgung. Zahlreiche Kinder werden hier zur Welt gebracht. Eine stationäre Behandlung in den Zentren ist möglich, sie erfolgt jedoch meist stundenweise, da schwerere Fälle und chronische Krankheiten in der Hauptstadt Managua behandelt werden.

Eine ärztliche Behandlung ist ebenfalls in den dezentralen Gesundheits- und Ärzteposten möglich, die in den größeren Orten des Landkreises eingerichtet wurden.

In allen Dörfern gibt es zudem ein oder zwei sogenannte Basis-Häuser, in denen Hebammen oder geschulte Promotor_innen ansprechbar sind und über Hygienemaßnahmen informieren sowie medizinische Grundversorgung leisten.

Auch im Bereich der Prävention engagiert sich der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft. Das regelmäßige Auftreten epidemiologischer Krankheiten wie Malaria, Dengue und Diarrhoe kann durch Aufklärung und Hygiene weitgehend verhindert werden. Deshalb finanziert der Verein immer wieder Kampagnen, die die Bevölkerung über die Entstehung und die Verbreitung dieser Krankheiten informieren. Gleichzeitig werden konkrete Aktionen durchgeführt, die die Brutstätten der Parasiten beseitigen. Diese reichen vom Einsammeln alter Autoreifen, in deren Wasserpfützen sich häufig Malarialarven entwickeln, bis hin zur Desinfektion sämtlicher Wohnhäuser der Region.

Malaria-Prävention

Teilweise werden auch die jährlichen Impfkampagnen der Gesundheitszentren unterstützt, um insbesondere die Kinder vor Pocken, Typhus, Polio etc. zu schützen. Durch Ausbildung von freiwilligen Gesundheitspromotor_innen, gezielte Vorträge an den Schulen und die Unterstützung von Jugendbrigaden, die sich bei der Gesundheitsaufklärung engagieren, werden kontinuierlich weitere Multiplikator_innen für eine bewusste Umwelthygiene gewonnen.