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Förderung der ländlichen Produktion

Angesichts der extremen Armut in den Dörfern von San Rafael del Sur ist es für eine integrale Entwicklung der Region notwendig, gemeinsam mit den Betroffenen über einkommensverbessernde und einkommensschaffende Maßnahmen nachzudenken und Konzepte zu entwickeln:
  • Wie können höhere Ernteerträge erzielt werden?
  • Wie kann die Vermarktung dieser landwirtschaftlichen Produkte verbessert werden?
  • Welche alternativen Produkte könnten auf dem lokalen und überregionalen Markt angeboten werden?

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation CEDRU, dem Verband der Kleinbauern und Viehzüchter, UNAG, VertreterInnen von landwirtschaftlichen Kooperativen und Dörfern und nicaraguanischen Fachleuten wurden diese Probleme besprochen. Ein ganzer Katalog von Lösungsmöglichkeiten wurde erstellt und teilweise schon praktisch umgesetzt:

  • Verbesserung des Anbaus durch Umweltschutzmaßnahmen wie Erosionsschutz (Terrassenanbau, Aufforstung)
  • Verbesserung und Verlängerung des Anbaus durch Schaffung oder Erweiterung von Bewässerungssystemen, wo sie mit den Wasserprojekten des Vereins korrespondieren, und dadurch Erhöhung der Zahl der Ernten
  • Bau von Silos zur Einlagerung von Bohnen, die bei einem späteren Verkauf mehr Geld einbringen als sofort nach der Ernte
  • Durchführung eines „Bio-Gemüseanbauprogramms“ unter Einsatz natürlicher Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel
  • Schaffung von Hühnerzucht zur Eier- und Fleischproduktion
  • Aufbau und kontinuierliche Erweiterung der Kleintierzucht
  • Durchführung regelmäßiger Workshops zur Verbesserung der Anbautechniken und der Viehwirtschaft sowie über nicht traditionelle Produkte
  • Kauf und Betrieb einer „Demo-Finca“, eines Musterhofes, auf dem Schulungskurse über neue Techniken und Methoden, verbunden mit Re-Alphabetisierung, abgehalten werden können