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Vermarktung

Kurz nach den Ernten sinken in Nicaragua die Preise für landwirtschaftliche Produkte schlagartig, da vor allem die KleinproduzentInnen zum sofortigen Verkauf gezwungen sind, um Kredite zurückzuzahlen und die Kosten des täglichen Bedarfs decken zu können. Schon wenige Wochen später steigen die Preise wieder – zum Teil erheblich.
Bisher hatten die ProduzentInnen des Grundnahrungsmittels Bohnen in San Rafael del Sur nur die Möglichkeit, ihre über den Eigenbedarf hinaus erzielten Erträge im eigenen Haus oder in einfachen Schuppen einzulagern. Durch Mäuse, Ratten und andere Kleintiere, aber auch durch die dort herrschenden Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen ging ein großer Teil dieser Einlagerungen verloren.
In Zusammenarbeit mit CEDRU konnten bisher 27 Silos gebaut werden, in die die ProduzentInnen Bohnen fachgerecht einlagern lassen können. Sie erhalten dafür einen Abschlag auf den zu erwartenden Verkaufserlös.
Fachleute, die die Marktpreise beobachten, schlagen den günstigsten Verkaufstermin vor, die ProduzentInnen können aber auch jederzeit selbst bestimmen, wann ihr Anteil an der Einlagerung verkauft werden soll.
Die Lagerungsverluste werden auf diese Weise minimiert, der Erlös optimiert.