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     Nicaragua: Hasta que seamos libres – Bis dass wir frei sind - Gioconda Belli

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    Aktuelles Projekt


    Erweiterung des kommunalen Abfallmanagements der Kreisstadt San Rafael del Sur auf sieben ländliche Schwerpunktgemeinden

    Für mehr Gesundheit in einer sauberen Umwelt - Im Oktober 2018 hat der Verein mit einem weiteren Projekt zur Erweiterung der kommunalen Abfallentsorgung begonnen. Das Projekt richtet sich an ca. 11.800 Einwohner*innen in 2.632 Haushalten von sieben ländlichen Gemeinden. ...mehr

     


    Stellungnahme


    Liebe Mitglieder, Freund*innen und Unterstützer*innen der Stäpa,

    wie Sie vermutlich schon gehört und gelesen haben, gibt es seit April 2018 Proteste gegen die Regierung Ortega/Murillo und die daraufhin eingesetzte Repression gegen die protestierende Bevölkerung. Das schafft auch hierzulande Verunsicherung, wie mit der Situation in Nicaragua umgegangen werden kann und soll.

    Wir positionieren uns eindeutig und fordern unmissverständlich die Einhaltung der Menschenrechte und die Demonstrationsfreiheit.

    Dennoch, nach einem intensiven internen Austausch auch mit unserer Partnerorganisation CEDRU, haben wir uns entschlossen, weiterhin Projekte vor Ort durchzuführen. In all den Jahren war CEDRU uns ein verlässlicher Partner und an der Entwicklung der Region und der Verbesserung der Lebensbedingungen in der Gemeinde aktiv beteiligt.

    Wir möchten die Menschen in unserer Partnerregion nicht alleine lassen und nicht noch mehr Verunsicherung schaffen. Trotz der Umstände haben wir in 2018 das Wasserprojekt in Los Hurtados eingeweiht und das neue vom Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit (BMZ) geförderte Projekt zur Ausweitung des Abfallmanagements in San Rafael del Sur begonnen. Des Weiteren arbeiten wir momentan an einem Antrag für ein zweijähriges Projekt (ab 2019) zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

    Um auch diese Projekte erfolgreich durchführen und abschließen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen, damit wir unseren Eigenanteil an den Projektsummen fortwährend leisten können. Leider verzeichneten wir im vergangenen Jahr einen Spendenrückgang von 25%. Es hat sich in den über 30 Jahren der Vereinsarbeit gezeigt, dass gerade in Zeiten von politischen Umbrüchen die lokale Städtepartnerschaftarbeit eine tragende Säule der Entwicklungspolitik sein kann.

    Deshalb bitten wir Sie, die Partnerschaftsarbeit weiterhin mit Spenden zu unterstützen.

    Mit solidarischen Grüßen

     


    Aufruf


    Freiheit für die politischen Gefangenen in Nicaragua

    Aufruf Berliner Organisationen zum Tag der Menschenrechte
    am 10. Dezember 2018

    In Nicaragua protestieren seit April 2018 große Teile der Bevölkerung gegen die Regierung des Präsidenten Daniel Ortega. Er und seine Ehefrau Rosario Murillo, die seit Januar 2017 auch Vizepräsidentin ist, beantworten die Proteste seit Beginn mit brutaler Gewalt, die kaum jemand für möglich gehalten hat.

    Der Staat mordet, inhaftiert, verfolgt.

    Mehrere hundert Menschen wurden getötet, Tausende verletzt, Hunderte wurden entführt, inhaftiert oder bleiben verschwunden. Zehntausende wurden ins Exil getrieben. Die Protestbewegung wird von der Regierung unter Rückgriff auf ein im Juli 2018 eigens beschlossenes „Antiterrorgesetz“ kriminalisiert. Inzwischen werden Demonstrationen gegen die Regierung gar nicht mehr zugelassen.

    Gegenwärtig befinden sich in den Gefängnissen mindestens 552 politische Gefangene, darunter 56 Frauen. Viele der Inhaftierten wurden unter absurden Anschuldigungen und mithilfe gekaufter Zeugen zu langjährigen Freiheitstrafen verurteilt. In der Haft sind sie teils grausamen und entwü­rdigenden Behandlungen ausgesetzt. Viele wurden gefoltert und sexueller Gewalt unterworfen. Familienangehörigen wird vielfach der Kontakt verweigert.

    Nicaraguanische und internationale Menschenrechts­organisationen klagen die Regierung seit Monaten schwerster Menschenrechtsverletzungen an.

    Wir fordern die nicaraguanische Regierung auf

    • einen ernstgemeinten politischen Dialog und die Suche nach einer politischen Lösung sofort aufzunehmen.
    • die politischen Gefangenen sofort freizulassen und die Paramilitärs zu entwaffnen.
    • eine Internationale Untersuchung aller seit April begangenen Verbrechen und Menschenrechtsverstöße (egal von welcher Seite) zuzulassen. Die dafür Verantwort­lichen müssen von unabhängigen Gerichten zur Rechenschaft gezogen werden.
    • Wir fordern die deutsche Bundesregierung, den Berliner Senat, die Parteien, die Gewerkschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft auf, sich für die Verhafteten, die intern Vertriebenen und für die Exilierten einzusetzen.

    es rufen auf

    • Arbeitskreis Internationalismus, IG Metall Berlin • Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) • Grupo por la Vida, la Paz y la Democracia en Nicaragua, Berlin • INKOTA-netzwerk e.V. • Nicaragua-Solidarität Berlin • SOS Nicaragua-Berlin • Städtepartnerschaft Kreuzberg – San Rafael del Sur e.V.

     


     

    "Plaza San Rafael del Sur" mit Blick auf die Oberbaumbrücke in Kreuzberg

    Wir hoffen, Ihnen hier viele Informationen zu unserer Arbeit, zu San Rafael del Sur und Nicaragua vermitteln zu können.

    Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir gern zur Verfügung.

     

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