Gutes Klima für Friedrichshain-Kreuzberg und San Rafael del Sur!

Während in Peru der Klimagipfel in die Verlängerung ging, gab es im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der nicaraguanischen Partnergemeinde San Rafael del Sur bereits einen Grund zu feiern! Denn was auf internationaler Ebene derzeit kontrovers diskutiert wird, ist auf lokaler Ebene längst Realität: Für Industrieländer und Länder des Globalen Südens gelten in der Klimapolitik die gleichen Regeln!

Daher haben die beiden Partnergemeinden beschlossen, in Puncto Klima in Zukunft gemeinsame Wege zu gehen. Im Rahmen des Projekts "50 Klimapartnerschaften bis 2015" werden Vertreterinnen und Vertreter beider Gemeinden Ziele und Handlungsschritte für Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeiten. "Denn", so Bürgermeister Noel Cerda aus San Rafael ,"wenn es um die Weltrettung geht, kann nicht jeder nur für sich kämpfen!". Um dies auch den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, ist Handeln auf lokaler Ebene notwendig. Im Rahmen der Klimapartnerschaft werden engagierte Menschen aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft aus zwei völlig unterschiedlichen Ländern gemeinsam für die Lösung globaler Herausforderungen kämpfen. "Die Kooperation mit einer Gemeinde, die bereits direkt von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist, stellt für die Bewusstseinsschaffung bei uns vor Ort eine optimale Grundlage dar", meint Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg. "Denn nur durch gegenseitige Lernbereitschaft und Sensibilität füreinander werden wir erreichen, worauf der Kompromiss von Lima warten lässt: Klimagerechtigkeit für alle!", bestätigt Helena Jansen, Fachpromotorin für Kommunale Entwicklungspolitik vom Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg-San Rafael del Sur e.V.

Das erste Treffen aller international beteiligten Partner findet Ende März 2015 in Nicaragua statt. Im Anschluss gibt es eine Sitzung der im Bezirk beteiligten Akteure in Berlin, auf der Arbeitsstrukturen und konkrete Schritte besprochen werden sollen. Um eine möglichst breite Basis für die zukünftige Arbeit herzustellen, sucht das Koordinierungsteam weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus den Bereichen Umwelt, Bildung, Mobilität, Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie!

Das Projekt wird von der SKEW (Servicestelle Kommunen in der Einen Welt) im Auftrag des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gefördert  und in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW durchgeführt.

 Kontakt:

Elisabeth Simmon, elisabeth.simmon@ba-tk.berlin.de

Umwelt und Naturschutzamt, 030 - 90298-8005

Helena Jansen: helena.jansen@staepa-berlin.de, 030-61 20 91 65

Fachpromotorin für Kommunale Entwicklungspolitik, Mitarbeiterin Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg - San Rafael del Sur e.V.