4. Runder Tisch Süd-Nord Städtepartnerschaften Berlin

Anwesend: Mirjam Reißner (Bengo - EU Beratung, Engagement Global gGmbH), Martin Michaelis-Seidler (EPIZ e.V.), Sande Spaeker (Außenstelle Engagement Global gGmbH) Michael Ickes (Piraten, BVV Tempelhof-Schöneberg) , Dagmar Kindzorra (Partnerschaftsverein Tempelhof-Schöneberg), Sonja Eichmann (EU-Beauftragte, Treptow-Köpenick), Susanne Laudahn (SODI e.V.), Eva Röder (KV Bündnis 90/die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg) , Ines Klemm (Berliner Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), Michael Lehmann (Wirtschaftsförderung, Marzahn-Hellersdorf)

Protokoll, Moderation: Helena Jansen

Förderung von Kommunen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit durch EuropeAid

 

Tagesordnung:

1.         Vorstellung bengo EU-Beratung

2.         Was ist EuropeAid

3.         Beispiele zweier kommunalen, von EuropeAid geförderten Projekte

4.         Vorgehen bei Auslandsprojekten (EU-Delegationen, Länderinfos)

5.         Ausschreibungen von EuropeAid (Call for Proposals)

6.         Fördervoraussetzungen bei EuropeAid

7.         Förderinstrumente EuropeAid

Das Hand-Out zur Präsentation kann bei Helena Jansen (helena.jansen@staepa-berlin.de) angefordert werden.

VertreterInnen aus Politik, Zivilgesellschaft und Bezirksverwaltung kamen am 21. Oktober in den Räumen des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg - San Rafael del Sur e.V. zusammen und diskutierten mit Mirjam Reißner von der Engagement Global gGmbH über Möglichkeiten der Förderung von Kommunen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit durch EuropeAid.

Mirjam Reißner stellte zunächst Angebot und Zielgruppen der Bengo EU - Beratung  vor und erläuterte dann das Förderprogramm EuropeAid. Anhand guter Beispiele aus der Praxis wurden mögliche Projektziele, Maßnahmen, Aktivitäten und Akteurskonstellationen bereits realisierter Projekte dargestellt. Die möglichen Themen für Kommunen liegen zum Beispiel in den Bereichen Wasser/Abwasser, Abfallmanagement, Umweltschutz, Klima und Erneuerbare Energien. Aber auch Themen wie Gesundheit, Schule/Berufsbildung, Menschenrechte und MDGs spielen häufig eine Rolle.

Mithilfe einer praktischen Einführung in die Website der Bengo EU-Beratung  wurden die Teilnehmenden des Runden Tisches in das Verfahren der EU - Antragstellung eingeführt.  Mirjam Reißner wies darauf hin, dass insbesondere die EU-Länderwebsites, die EU-Delegationswebsites, die Länderstrategiepapiere, die Annual Action Programmes relevante Informationsquellen darstellen, die vor einer Antragstellung unbedingt gelesen werden sollten.

Im Anschluss wurde das zweistufige Ausschreibungsverfahren, die Höhe der Förderung und Fördervoraussetzungen für den Antragsteller beleuchtet.

Als letztes wurden den Teilnehmenden die verschiedenen Förderinstrumente im Rahmen von EuropeAid vorgestellt, die sich anhand von thematischen und geografischen Kriterien unterscheiden.

Trotz des dichten Informationsgehalts wurde auch bei diesem Treffen wieder rege miteinander diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Hierbei profitierten die Teilnehmenden insbesondere von der Expertise der BGZ Berliner Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mbH, die seit Jahren erfolgreich EU-Anträge stellt. Aber auch die Perspektive der Kommunen spielte selbstverständlich wieder eine große Rolle. So konnte beispielsweise diskutiert werden, inwiefern das Antragsverfahren in das Alltagsgeschäft einer Verwaltung passt oder mit wem für eine erfolgreiche Antragstellung kooperiert werden müsste.  

Abschließend wurde vorgeschlagen, dass in Zukunft auch andere Fördertöpfe, die Kommunen zur Verfügung stehen, auf eine Relevanz für die Kommunale Entwicklungspolitik geprüft werden sollten. Eine Vertreterin des Runden Tisches bot an, in einem der kommenden Runden Tische einen Einblick in Fördertöpfe ihres Bereichs zu geben.

Nächster Termin:

Zeit:  21. Januar, 16 - 18 Uhr

Ort: Rathaus Tempelhof-Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz

Inhalt: Diskussion mit VertreterInnen der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt zu bestehenden Förderprogrammen für Kommunen