"Atabal de Nicaragua"
Informationsblatt zur Solidaritätsarbeit in Nicaragua
Nr. 41 / Sommer 2000
 
 
Projektarbeit des Vereins

AP 8 übergeben
Unser bisher größtes Projekt, der Anschluss von ursprünglich acht und inzwischen zehn Dörfern der Trockenzonen in San Rafael del Sur an eine zentrale Trinkwasserversorgung, ist nach vier Jahren Arbeit endgültig abgeschlossen. Im März konnten die Installationen offiziell übergeben werden.
1.516.967,65 DM kosteten die Bohrung eines neuen Tiefbrunnens, der Neubau und die Erweiterung eines bestehenden Hochbehälters bei San Pablo, die Verlegung von rund 60 Kilometern Fernleitung und der Anschluss der Häuser. Eine lohnende Investition, wenn man bedenkt, dass dadurch mehr als 7.000 Menschen der ärmsten Gegend unserer Partnergemeinde nun Zugang zum „besten Wasser der Region“ haben.

Diese Arbeit hätte nicht geleistet werden können ohne den unermüdlichen Einsatz von Humberto Solís und unserem Koordinator Franz Thoma, erst recht aber nicht ohne die freiwillige Mitarbeit der begünstigten Bevölkerung, die sich zur Bewältigung der Arbeiten in effektiv arbeitenden Wasserkomitees zusammengeschlossen hat.

Julio Buitrago weiterhin Schwerpunkt 2000
Der Neubau des Gesundheitszentrums „Julio Buitrago“ in Masachapa bleibt weiterhin der Projektschwerpunkt im Jahr 2000. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, denn das alte Zentrum in der Zuckerfabrik „Ingenio Montelimar“ wird definitiv am 31.12.2000 geschlossen.

Die zeitliche Verzögerung der Arbeiten wegen der unvorhergesehen schlechten Bodenbeschaffenheit (siehe Atabal Nr. 40) muss nun durch den verstärkten Einsatz bezahlter Kräfte (Maurer und Hilfsarbeiter) wett gemacht werden. Dadurch und durch den anhaltend hohen Dollarkurs verteuert sich das Projekt gegenüber der ursprünglichen Kalkulation, so dass wir verstärkt Spenden dafür akquirieren müssen. Im September reisen unsere Solarspezialisten nach Masachapa, um die Photovoltaik zu installieren, die, wie im Zentrum von San Rafael auch, das Herzstück des neuen Zentrums sein wird. Trotz aller Schwierigkeiten hoffen wir daher, mit dem neuen Zentrum „Julio Buitrago“ die Gesundheitsversorgung von mehr als 13.000 Menschen ab 1.1.2001 sicherstellen zu können!