"Atabal de Nicaragua"
Informationsblatt zur Solidaritätsarbeit in Nicaragua
Nr. 54 / Sommer 2004
 
  Warum gerade die Stäpa?

Die STÄPA – als ich im letzten Jahr, „vermittelt“ durch IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste) nach San Rafael del Sur fuhr, hatte ich mich nicht wegen der Städtepartnerschaft, sondern wegen der Möglichkeit, dort in Familien zu wohnen, dafür entschieden.

Was ist die STÄPA und was vermag sie? Davon bekam ich bei meinem 4-wöchigen Aufenthalt in San Rafael del Sur nur ein vages Bild. Zu viele andere Eindrücke lenkten mich ab – die vielen neuen Leute, die wunderschöne Natur, das anstrengende Klima, der Trubel um uns herum. Meine Augen und mein Geist versuchten wachsam zu sein, bei allem was wir sahen und was uns vorgestellt wurde. Trotzdem blieb vieles davon in seinen Bestandteilen erst einmal isoliert bestehen.

Erst in Deutschland fügten sich die vielen Einzelheiten zu einem Puzzle zusammen; hier begann ich das Erlebte zu begreifen, zu verarbeiten und auch zu bestaunen. Dieses Be- und Erstaunen lässt mich heute gerne zum Verein kommen. Die Begeisterung so unterschiedlicher Menschen für eine Sache, das fasziniert mich.

Warum gerade die STÄPA? Wo es doch so viele wichtige und sinnvolle Projekte gibt. Diese Frage ist berechtigt, doch sie zu beantworten, fällt mir nicht schwer. Weil ich einen Bezug dazu habe. Ich habe die Grundlage und Substanz – wenn auch nur ansatzweise – in Nicaragua gesehen und genau das spornt mich an, jetzt hier, Tausende Kilometer entfernt, weiter daran mitzuwirken.

Tina Schwarz