"Atabal de Nicaragua"
Informationsblatt zur Solidaritätsarbeit in Nicaragua
Nr. 61 / Winter 2006
 
 

Tschüss, Cornelia !

PolitikerInnen kommen und gehen, daran gewöhnt man sich, wenn man für einen Verein arbeitet, der schon so viele Jahre kontinuierlich seine Arbeit macht. Auch in unserem Bezirk werden wir alle paar Jahre damit konfrontiert, nach jeder Wahl eines neuen Bezirksamtes erneut Überzeugungsarbeit leisten zu müssen. Aber allmählich wiederholt sich die Geschichte, sind die neuen Gesichter auch schon bekannte Gesichter: Der designierte Bürgermeister Franz Schulz war in seiner Amtszeit als Kreuzberger Bürgermeister (1996-2000) bereits zu Besuch in San Rafael del Sur und ist mit der Arbeit des Vereins in Nicaragua und Berlin vertraut. Und schon die letzte Bürgermeisterin, Cornelia Reinauer, die sich aus persönlichen Gründen nicht wieder für den Bezirk zur Wahl stellte, musste nicht erst von uns überzeugt werden, sondern war schon längst aus eigener Anschauung Unterstützerin der nicaraguanischen Revolution und unseres Vereins. Es war wohltuend, immer ein offenes Ohr bei ihr zu finden, wenn der Verein um ihre persönliche oder amtliche Unterstützung gebeten hat. Dafür bedanken wir uns bei ihr. Wir bedauern es sehr, eine derart in der Solidaritätsarbeit für Nicaragua engagierte Bürgermeisterin ziehen lassen zu müssen. Aber wir wissen immerhin, dass sie uns als Sympathisantin und Unterstützerin erhalten bleibt.

Cornelia ist Schwäbin, und auf einer Abschiedsparty, die Friedrichshain-Kreuzberger KünstlerInnen für sie veranstalteten, wurde sie von einer Kollegin in dieser seltsamen Mundart gewürdigt. Das können wir nicht. Wir können nur Spanisch: "Gracias para todo, compañera! Qué te vaya bien!"